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Das Geheimnis der guten Idee – mit 10 Tipps einfach kreativ sein

Finden Sie es schwer, kreativ zu sein und gute Ideen umzusetzen? Kreatives Arbeiten ist einfach, wenn man weiß wie. Ich lüfte das Geheimnis guter Ideen mit den zehn wichtigsten Tipps – im Wesentlichen sind diese meinem Buch „Innovationsstau in Deutschland“ entnommen!

Der kreative Prozess

Wenn Sie Ideen suchen, dann suchen Sie meist die schnelle Inspiration zu einer fertigen Lösung. Die schnelle Lösung ist selten die Beste: wenn Sie eine gute Idee finden und umsetzen wollen, dann sollten Sie einen kreativen Prozess für sich finden..

Der Begriff „kreativer Prozess“ ist nicht klar definiert. Wissenschaftler verstehen etwas Anderes darunter als Designer, deren Vorstellung sich wiederum von Künstlern unterscheidet. Hier habe ich eine praktisch erprobte Melange aus wissenschaftlichen Erkenntnissen beschrieben.

Sie sollten diesen kreativen Prozess schnell anwenden, und nicht bei einem Schritt lange verharren. Sind Sie nach einem Durchlauf des kreativen Prozesses nicht zufrieden, dann beginnen Sie einen neuen Durchlauf. Nach jedem Durchlauf werden Sie näher am Ziel sein, als zuvor. So nähern Sie sich der besten Idee an, wie bei einer Spirale. Lassen Sie sich nicht entmutigen, probieren Sie es mehrfach aus und finden Sie Ihre eigene Methode.

Der kreative Prozess
Der kreative Prozess

Ob Sie Ideen für ein Foto, einen Gutschein, ein Start-Up oder ein Unternehmen finden wollen, der Unterschied ist gering. (mehr …)

Vergessen Sie Brainstorming: Welche Methoden Gruppen kreativ werden lassen!

Brainstorming wurde vor 70 Jahren erfunden. Seit 50 Jahren ist der Nutzen von Brainstorming wiederlegt. Sparen Sie Zeit indem Sie auf Kreativmethoden setzen, die für Gruppen funktionieren: Training, Software, und bewährte Formate!

Heutige Kreativitätstechniken bauen meistens auf zwei Annahmen auf: Gruppen sind kreativer als Individuen und man hat mehr Ideen, wenn man sich anstrengt. Aber einzelne sind kreativer als Gruppen, und Ideen kann man nur schwer erzwingen. Dieser Artikel beschäftigt sich damit, was Gruppen tun können um kreativer zu werden. Der Artikel „Wie Sie gute Ideen finden“ beschreibt, was Sie selbst tun können.

Mehr zu diesen Themen finden Sie in meinem Buch „Deutschland im Innovationsstau“!

Was ist Brainstorming? Das Ende des „Kreativ-Workshop“

Seit langer Zeit ist Brainstorming die beliebteste Methode für Kreativität und Innovation im deutschsprachigen Raum. Der Begriff geht auf Alex Osborn zurück. Er gründete 1919 zusammen mit Partnern eine Werbeagentur, die später zu BBDO wurde (er steht für das „O“) und heute eine der weltweit erfolgreichsten Werbeagenturen ist. Osborn hat die wesentlichen Punkte für erfolgreiches Brainstorming zusammengetragen:

  • Erzeugen Sie so viele Ideen, wie Sie können
  • Kritisieren Sie die Ideen Anderer nicht
  • Fahren Sie freihändig und teilen Sie auch verrückte Ideen mit
  • Assoziieren Sie frei und phantasieren Sie über bereits bestehende Ideen
Brainstorming
Brainstorming

Seit 50 Jahren gibt es Belege dafür, dass diese Technik mehr schadet als nützt. Donald Taylor, Paul Berry und Clifford Block schrieben 1958 über dessen Nutzen: „Does Group Participation when using Brainstorming facilitate or inhibit Creative Thinking?“ Ihr Urteil, zusammengefasst von Jochen Paulus von Bild der Wissenschaft:

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Wie findet man gute Ideen?

Über Kreativität und Kreativitätstechniken wird viel geredet und geschrieben. Die wenigsten Beiträge basieren auf wissenschaftlichen Fakten und fundierten Erfahrungen. Für gute Ideen benötigen Sie stressfreie Zeit, Ihr Gehirn, Ihr Wissen und freies Denken.

Bemerkenswert ist zunächst, dass wir nicht genau wissen, wie unser Gehirn kreativ ist – wir wissen nicht genau, wie Menschen Ideen bekommen. Es gibt dazu einige aktuelle Forschungsvorhaben, aber noch sind wir auf Beobachtungen angewiesen.

Stop für neue ideen
Stop für neue ideen

Gute Ideen entstehen, wenn wir eine „Regeltätigkeit“ ausüben. Dann beginnt unser Gehirn Wissen frei zu kombinieren.

In diesem kurzen Satz stecken vier Dinge, die es in sich haben: Gute Ideen, Ihr Gehirn, Regeltätigkeiten, Ihr Wissen und frei zu kombinieren. (mehr …)

Sprüche und Zitate für mehr Ideen, Innovation und das Leben

Gute Sprüche, oft genug wiederholt, werden zu Sprichwörtern. Sprüche und Sprichwörter sind nicht nur Ratgeber im Leben – sie sind auch hilfreich bei Innovation, Kreativität, Ideen, Motivation, zufriedenen Kunden, der Digitalisierung, keine Zeit und dem Ende! Und der Zeit danach.

Diese Internetseite zeigt gute Sprüche, schöne Zitate und berühmte Sprichwörter, die man sich immer wieder in Erinnerung rufen sollte, wenn man erfolgreich Neues schaffen möchte: Ein Ratgeber.

cridon Spruchgeber

Sprüche über das Leben, Effizienz und Effektivität

Das Richtige tun, statt Dinge richtig tun!

Do the right thing, not things right
Peter Drucker

Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann

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Ideenmanagement der nächsten Generation: Ein neues [Paradigma]

Ideenmanagement im deutschsprachigem Raum hat sich stetig entwickelt – viele Maßnahmen sind ausgereift und weitflächig im Einsatz. Und doch ändert sich Ideenmanagement, vor allen beeinflusst durch neue Erkenntnisse: Unternehmen, die über den Aufbau von Ideenmanagement nachdenken, sollten nicht bestehende Systeme kopieren sondern den nächsten Schritt gehen.

Dieser Artikel ist etwas länger geraden. Eine Zusammenfassung finden Sie in unserer Checkliste (PDF)

Ideenmanagement der nächsten Generation

Ideenmanagement Definition und Begriff

Ideenmanagement = BVW + KVP

Auf diese einfache Formel lässt sich das Verständnis von Ideenmanagement im deutschsprachigen Raum bringen. Beide Methoden wollen Mitarbeitern neben der körperlichen Arbeitskraft Anreize für ihre Kreativität gegeben.

Ideenmanagement
Ideenmanagement

Die Definition von BVW

BVW, die Abkürzung von „Betrieblicher Verbesserungsprozess“, ist ein partizipatives System um das Ideenpotenzial aller Mitarbeiter (nicht nur das der Manager und Experten) in einer Organisation zu nutzen. Partizipativ heißt, dass Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge einreichen können und unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil der dadurch erzielten Einsparungen als Prämie ausgeschüttet bekommen.

1872 wurde BVW im sogenannten Generalregulativ von Alfred Krupp erwähnt. Das Generalregulativ beschrieb in 72 Paragrafen die Grundsätze der Geschäftsführung und der Unternehmensorganisation – eine frühe Betriebsvereinbarung. Bis heute ist BVW in vielen Unternehmen gleichbedeutend mit Ideenmanagement.

Die Definition von KVP

Die Abkürzung KVP steht für „Kontinuierlicher Verbesserungsprozess“ und zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen ständig in kleinen Schritten zu verbessern. Ganz wie bei dem japanischen Kaizen. Diese Begriffe, Kaizen und KVP, werden im deutschen häufig synonym verwendet, obgleich große Unterschiede bestehen.

In Deutschland wurde in den 1990er Jahren in der Automobilindustrie aufgrund des großen Erfolgs von Toyota mit Lean- und Kaizen-Prinzipien mit KVP in Fertigung und Montage begonnen. Es verbreitete sich in alle Arbeits- und Wirtschaftsbereiche, auch weil derartige Prozesse für die Zertifizierung zu EN ISO 9001 erforderlich sind, und wurde so zu einem Merkmal mitarbeiter- und beteiligungsorientierter Unternehmenskultur. Die bekanntesten KVP-Maßnahmen und KVP-Methoden sind KVP-Teams, der Demingkreis (PDCA-Zyklus) und Six Sigma:

  • KVP-Teams bestehen aus Mitarbeitern, die regelmäßig Verbesserungspotentiale aufspüren und Pläne zur Umsetzung machen.
  • Der Demingkreis beschreibt den iterativen vierphasigen Prozess „Plan – Do – Check – Act“, was im Deutschen mit „Planen – Tun – Überprüfen – Umsetzen“ übersetzt wird. Das japanische Prinzip Gemba „Gehe an den Ort des Geschehens“ steht hier im Mittelpunkt.
  • Six Sigma (6σ) ist ein statistisches Qualitätsziel. Kernelement ist die Beschreibung, Messung, Analyse, Verbesserung und Überwachung von Geschäftsvorgängen mit statistischen Mitteln.

Die Definition von Kaizen

Das japanische Kai Zen bezeichnet das Streben nach kontinuierlicher und unendlicher Verbesserung. In Japan selbst wird Kaizen unabhängig von seiner im Westen verbreiteten qualitätsbezogenen Bedeutung verwendet.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Kaizen erstmals in der japanischen Industrie systematisch angewendet, um das Land nach der vernichtenden Niederlage im Zweiten Weltkrieg wirtschaftlich wieder auszurichten.

International wurde Kaizen Ende der 1980er Jahre mit dem Erfolg des Lean Manufacturing Systems bekannt. Viele Regeln wie 5S, 7W, 3Mu, 8V sind seitdem entstanden, um die Philosophie auch praktisch umzusetzen.

Betriebsvereinbarung: Inhalt und Muster

In Deutschland, weniger in der Schweiz oder Österreich, ist es getreu dem Krupp’schen Muster üblich, in einer Betriebsvereinbarung genau zu regeln, wie die Kreativität der Mitarbeiter eingefordert werden und honoriert werden kann. Die Betriebsvereinbarung regelt, wer Ideen wann, wo und wie einreichen darf und auch, was man dafür bekommt.

Damit soll ein Anreizsystem für das Personal geschaffen werden und die Berechnung von Prämien oder Prämienlohn geregelt werden. Besonderer Wert wird auf die Beschreibung von geistigem Eigentum und mögliche Patentansprüche gelegt, um rechtlich bindende Definitionen zu erreichen. Dies wird manchmal zusätzlich in Arbeitsverträgen abgesichert.

In unserer Checkliste werden alle Punkte behandelt, die in einer deutschen Betriebsvereinbarung zum Ideenmanagement berücksichtigt werden.

Die Entwicklung des Ideenmanagements: Der Paradigmenwechsel von Arbeitskraft zu Kreativität

Seit der industriellen Revolution nutzen wir die Arbeitskraft der Menschen. Wenige Personen definieren die Strategie eines Unternehmens oder haben die Zügel bei Finanzen in der Hand. Das Heer der Mitarbeitenden wird nicht für das Denken bezahlt, sondern ist für das Handeln zuständig. Und Handlungen sind reglementiert: Betriebsvereinbarungen, Arbeitsanweisungen und Vorschriften engen den Spielraum der Menschen ein, damit alles möglichst effizient und gleichbleibend wird.

Der Mensch agiert als Maschine.

Nicht Sascha Lobo sondern Kraftwerk kam als erster darauf, sich auch so zu nennen.

Mensch Maschine
Mensch Maschine

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Ideenmanagement-Software: Definition, Anforderungen und Vergleich

Ideenmanagement im deutschsprachigen Raum ist ein feststehender Begriff. Die zugehörige Software weißt große Unterschiede auf. Vielseitige Funktionen, Software-Architekturen oder Entwicklungsperspektiven führen zu einer großen Auswahl. Die cridon Software-Studie erleichtert den Vergleich, indem sie typische Anforderungen beschreibt und die Software aller relevanter Lieferanten dagegen prüft – moderne Apps, international tätige Anbieter und traditionelle, deutsche Lieferanten.

Sie lesen hier das Management Summary bzgl. des Ideenmanagement, eine Differenzierung der Anbieter von Ideenmanagement-Software, einer Übersicht über den Ideenmanagement-Prozess und übergreifende Anforderungen.

Ideenmanagement-Software Vergleich

Unsere Studie: Einfache Entscheidungen über die richtige Software

Viele unserer Kunden sind von der Bandbreite der Möglichkeiten überfordert. Sie investieren viel Energie um zu definieren, was sie benötigen. Diesen Prozess können sie abkürzen, indem sie aus über 680 Anforderungen auswählen, die in der Studie definiert sind. Eine Anlage zum Ankreuzen dieser Anforderungen zur Verwendung in einer Ausschreibung liegt bei.

Wir haben telefonisch, per Internetrecherche und persönlich weltweit über 344 Anbieter identifiziert, und 123 von diesen näher untersucht und beschrieben. Alle Arten von Software wurden dabei berücksichtigt: Apps, Software as a Service, Software per Installation vor Ort, sowie offene und geschlossene Software-Plattformen.

Studie Innovationsmanagement- und Ideenmanagement-SoftwareDie cridon Studie unterscheidet sich somit von den Marktstudien großer Anbieter wie Forrester, Gartner oder InfoTech und auch von Ihrem Vorläufer, unserer ersten Studie zu diesem Thema. Sie hat einen breiteren Blick und vergleicht nicht nur Software-Anbieter einer Gattung. Unterschiedlichste Anbieter auch von Software, die nicht direkt zu diesem Zweck erstellt wurde, werden durchleuchtet.

Ergebnis bezüglich Ideenmanagement-Software

Das ausführliche Ergebnis unserer Studie ist in dieser beschrieben – inklusive eines umfangreichen Datenblatts mit dem sie die Bewertung nachvollziehen können, und der Vorlage für eine Ausschreibung.

Studie Ideenmanagement
Studie Ideenmanagement

Als erster Anhaltspunkt zählen wir einige der wichtigsten Ergebnisse hier auf:

Klassische Anbieter

Viele klassische Anbietern für deutsches Ideenmanagement befinden sich am Scheidepunkt. Wir können nur drei von diesen empfehlen: HLP Ideenmanagement, iTonics und ID-Force von Ibykus. Einige weitere Anbieter können fallweise passen – man sollte vor allem die Zukunftsfähigkeit bewerten. Bei dem selbst ernannten Marktführer Koblank ziehen wir diese so stark in Zweifel, dass wir die Software nicht in die Studie aufgenommen haben.

Internationale Ideenmanagement Anbieter

Internationale Anbieter von Ideenmanagement sind moderner, breiter aufgestellt und zukunftsfähiger als die meisten rein deutschen Anbieter. Die deutsche Firma Hype, Mindjet und QMarkets haben jeweils Ihre Vorzüge. Brightidea hat sehr gute Software, ist aber weniger in Europa tätig. cmnty, Crowdicity oder Nosco sind sehr modern, aber eher international tätig und spezialisiert. Crowdworx schaffte es als zweiter deutscher Anbieter in unserer Top 10.

Ideen-Apps und -Tools

Wenn es um den ersten Schritt des Ideenmanagements geht, Kreativität und das Finden von Ideen, ist die meiste Software erstaunlich schlecht aufgestellt, obwohl gerade dies im Sinner der Digitalisierung ist: Bei Apps ist Evernote Marktführer, Mindjet oder Brightidea haben hilfreiche Tools, aber vor allem neue Anwendungen wir Mural.ly, Think & Paper von FiftyThree oder Bamboo Paper von Wacom glänzen und könnten sich von der reinen Unterstützung von Kreativität zum prozessgetriebenen, vollwertigen Anbieter wandeln.

Ideenmanagement-Software Freeware, kostenlos

Gute Software in diesem Segment ist nicht kostenlos.

Apps werden meist nach dem Freemium Prinzip vertrieben – Evernote und Andere bieten eine gute kostenlose Ausgangsbasis.

Auch mit den Office Anwendungen von Google Docs oder Microsoft Office 365 lässt sich ein rudimentäres Ideenmanagement erzeugen – wenn man die kollaborativen Elemente nutzt. Reine Desktop-Versionen sind genauso wenig geeignet, wie normale Intranet-Software.

Ideenmanagement Software Open Source

Es gibt keine empfehlenswerte Open-Source Lösung für Ideenmanagement.

PPM-Systeme

Last but not least. Für größere Unternehmen ist Projekt- und Produktportfolio- Software (PPM) interessant, weil sie oft große Pakete verwenden und das Ideenmanagement relativ leicht hinzugefügt werden kann. Dies sind vor allem Planisware, Work Technologies, Sciforma, Microsoft, Oracle und CA-Technologies. SAP hat ein neues Modul für Ideenmanagement herausgebracht, das noch nicht weit verbreitet ist und mit Planview steht eine sehr projektbezogene, amerikanische Lösung bereit.

Wer gute Ideenmanagement-Software mit PPM-Systemen sucht, kommt um die Kombination unterschiedlicher Anbieter jedoch nicht herum.

Welche Arten von Ideenmanagement-Software gibt es?

Traditionelle Ideenmanagement Software unterstützt den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) und das betriebliche Vorschlagswesen (BVW) nach einem klar definierten Ideenmanagement-Prozess.

Ideenmamnagement
Ideenmamnagement

Ideenmanagement hat in Deutschland eine spezifische Bedeutung, die ausgefeilte Workflows und die Berechnung von Prämien erfordert.  Eine ganze Industrie hat sich auf dieser Basis in den letzten zwei Jahrzehnten herausgebildet.

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Wie Usability Tests rocken – die ultimative Anleitung

An was denken Sie, wenn Sie Usability hören? Benutzerfreundlichkeit möglicherweise, und an das Internet. Aber Usability bedeutet auch Verwendbarkeit und Benutzbarkeit und adressiert somit ein wesentliches Kriterium für den Erfolg von Innovationen. Richtig gemachte Usability Tests deshalb ein heißer Tipp – nicht nur im Internet.

Usability Tests sind ein weltweiter Erfolg.

Usability Tests haben sich in den letzten 10 Jahren rasant auf der ganzen Welt verbreitet. Verlockend einfache Testmöglichkeiten im Internet versprachen die schnelle Optimierung – mit A/B Tests, Five Seconds Tests oder First Click Tests lassen sich mit geringem Aufwand verschiedene Varianten vergleichen. Das steigert die Zeit die Nutzer auf einer Seite verbringen, die Konversion hin zum Click und auch die Wahrscheinlichkeit des Kaufs.
Mit den Tests hat sich Usability Design verbreitet. In umfangreichen Studien werden alle Elemente einer Webseite, besonders der Kaufprozess, darauf ausgelegt, dass der Nutzer bekommt, was er sucht, und vor allem, dass er macht was er soll.

Aber zu oft folgen Produktmanager und Designer Ihrem Gefühl, gerade beim Usability Testing. Es scheint offenkundig, dass die Alternative, die häufiger gewählt wird die bessere ist.

Usability-test

Langsam aber sicher schlägt das Pendel in die andere Richtung aus. Unternehmen erkennen, dass auch Usabliity Tests dann die besten Aussagen bringen, wenn sie gut geplant und ausgeführt werden. Design, Plan und Methode der Tests werden wieder wichtiger. (mehr …)

Crowdsourcing: Sechs Wege wie Netzwerke Experten schlagen

Warum “die Crowd“ besser Darts spielt als Experten!

Eine große Zahl Menschen hat ein besseres Urteilsvermögen als einzelne Experten. Die „Weisheit der Vielen“ ist wissenschaftlich bestätigt. Die Chancen für Firmen im deutschsprachigen Raum sind groß – wie die Praxis zeigt.

Viele Unternehmen scheuen kaum einen Aufwand, um eine richtige Entscheidung zu treffen. Aber die Wenigsten beschäftigen sich mit der Frage, wie man gute Entscheidungen trifft –althergebrachte Mechanismen werden bemüht: Im Zweifel entscheidet der Vorgesetzte.

Der Journalist James Surowiecki hat 2004 mit seinem Buch “Wisdom of the Crowd“ nicht nur einen Bestseller gelandet, sondern den Blick der Öffentlichkeit erstmals auf die Fähigkeiten der Crowd gelenkt. Er beschreibt, dass Gruppenentscheidungen besser sein können als Entscheidungen einzelner.

2006 hat der Wired Journalist Jeff Howe das Thema aufgegriffen und den Terminus Crowdsourcing geprägt – den „Einkauf von einer Menschenmenge“.
Der Wissenschaftler Philip Tetlock belegt, dass man mit der Crowd nicht nur einkaufen kann, sondern viele Menschen bessere Vorhersagen treffen, als Einzelne von uns. In seinem New York Times Bestseller „Superforecasting“ aus 2015 zeigt er, was diejenigen, die wirklich verlässliche Prognosen und damit gute Entscheidungsgrundlagen abgeben alles tun, um Superforceaster zu sein. Trotz langjähriger Erfahrung misstrauen diese Personen Ihrem Bauchgefühl, sondern recherchieren gründlich und passen bei Neuigkeiten ihre Aussage kontinuierlich in kleinen Schritten an. Die wenigsten Experten gehen so vor, weswegen Philip Tetlock schreibt:

„Der durchschnittliche Experte ist ungefähr so präzise wie ein Darts spielender Schimpanse.“

Crowd-Darts-Schimpansen

Bild: Katia Fouqet, Jacqueline Stevens, New York Times, 23. Juni 2012

und:

Einige hundert gewöhnliche Menschen und ein wenig Mathematik können mit Millionenaufwand unterstützte, professionelle Analysten schlagen.“

Seit einigen Jahren beraten wir unsere Kunden dabei, die Crowd für sich zu nutzen. Denn Jedes Unternehmen hat ein Netzwerk aus gewöhnlichen Menschen: Kunden, Mitarbeitern, oder Partnern – es hat eine Crowd! (mehr …)

Der frühe Vogel fängt den Wurm

„The early bird catches the worm“ ist eine englische Redensart aus dem 17. Jahrhundert, die heute oft in Zusammenhang mit Innovation verwendet wird.

Seit den 1980er Jahren werden vergleichbare deutsche Redensarten wie „Morgenstund hat Gold im Mund“, die wörtliche Übersetzung des lateinischen Lehrbuchsatzes „aurora habet aurum in ore“. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ oder „Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen“ im Deutschen seltener verwendet. Dafür gewann „The early bird catches the worm“ immer mehr Freunde.
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Ist Uber das Problem oder gibt es im Taxigewerbe sowieso Probleme?

So neu ist Ubers Geschäftsidee nicht. Man vermittelt Fahrer plus Untersatz für Menschen, die gefahren werden wollen. Aber an dem Internetunternehmen Uber entzündet sich Kritik – weltweit – weil es einige neue Aspekte in altbewährtes Geschäft bringt. Uber hat einen Anstoß gegeben, über gängige Praktiken nachzudenken. Jetzt sollen wir dies auch tun!

Der Uber Deutschland-Sprecher Fabien Nestmann hat Recht, wenn er in der der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über das das deutsche Personenbeförderungsgesetz sagt:

Das sind ziemlich alte Gesetze aus den 60er Jahren, die nicht mehr ins heutige Zeitalter mit Smartphones und Satellitennavigation passen

Aber der Reihe nach: Die App für Smartphones Uber greift nicht nur Taxifahrer an, sondern auch noch Vermittlungsdienste und Zahlmethoden.

Taxi

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