Schlagwort-Archiv: Business-Innovationsstrategie

Innovationsstrategien gibt es nicht nur eine. Hier beschreiben wir mögliche Arten wie Service Innovation oder Business Model Innovation zum Aufbau eines neuen Geschäfts.

Innovation meets “Anlagenotstand”, “Arm-Reich Schere” und Gründungskultur

Die gering ausgeprägte Risikofreude deutscher Unternehmen bei Innovationen lässt sich auch bei den Themen “Anlagenotstand”, “Arm-Reich Schere” und Gründungskultur beobachten.

Das Gespräch mit dem Anlage-Experten Uwe Paul von cogito und die nachfolgend vorgestellte Infografik zeigen es: Die Deutschen sollten Ihre Anlageverhalten dringend überdenken und in Sachwerte investieren. Sie sind sicherer und lukrativer! Vor allem Unternehmensbeteiligungen sind die Grundlage von Reichtum. Die Situation in Deutschland lässt immer noch günstige Einstiege zu, in bestehende Unternehmens oder als Gründer eines neuen.

Bereits mit 50 Euro monatlich lässt sich ein Vermögen durch neue Konstruktionen wie ETFs (Exchange Traded Funds) aufbauen. Zur Gründung eines erfolgreichen Unternehmens sind keine akademischen Kenntnisse erforderlich, sondern vor allem ein gutes Näschen, Mut und Beharrlichkeit.

Von Anlagenotstand  kann keine Rede sein. Sachwerte sind in Deutschland immer noch erschwinglich. Die Einkommensschere ist vor allem eine Vermögensschere, weil zu wenige Deutsche verstehen, dass sie mit Sparbüchern kein Geld verdienen.

Deutschland leidet an einer Anlage-Krankheit. Viele wollen Sicherheit und kaufen Risiko. Daraus folgt eine geringe Aktienquote und Stillstand statt Gründungskultur.

Geld genug wäre da, wir müssen uns trauen!

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Hier ist die Infografik zum Thema:

Infographik zur Einkommensschere, der Gründungskultur, dem Anlagenotstand und der Innovation.

und die Präsentation auf Slideshare:

 

Was uns Innovation übers Alter beibringen kann

Der Artikel erschien erstmals auf  Ichsagmal.com

Bonn/Berlin, 24. März 2015 – Jürgen Stäudtner hat in seinem neuen Buch “Deutschland im Innovationsstau” auf einen Tatbestand hingewiesen, der belegt, warum sich die Deutschland AG so schwertut mit mutigen Investitionen in den digitalen Wandel: Es gibt nur wenige Vermögende, die mutig investieren. Deutsches Geld sei relativ altes Geld. Man lebt von der Substanz.

Innovation und das Alter

Schaut man sich das aktuelle KfW-Mittelstandspanel an, sieht die Lage sogar noch etwas dramatischer aus. Mit zunehmenden Inhaberalter sinkt die Bereitschaft für Investitionen und für mutige Innovationen. Während klein- und mittelständische Unternehmen jüngerer Inhaber zu 57 Prozent Investitionen vornehmen, liegt die Bereitschaft Investitionen zu tätigen bei den Unternehmen älterer Inhaber lediglich bei 37 Prozent. Investitionen älterer Inhaber dienen in erster Linie der Pflege des bestehenden Kapitalstocks, was die Stäudtner-Analyse untermauert. Weiterlesen

Autorengespräch mit Gunnar Sohn

Der Wirtschaftsjournalist Gunnar Sohn, bekannt aus zahlreichen Kolummnen und Publikationen, sprach mit mir per Internet-Fernsehen über mein Buch “Innovationsstau in Deutschland”.

Er kennt das Buch aus dem “ff”, denn er ist Lektor des Werkes. Kritische Fragen und provokante Zitate sind deshalb garantiert. Seine Ankündigung gibt einen Vorgeschmack.

Die Sendung wurde im Dreifach-Stream per Google+, Bambuser und dem “Heißesten-Scheiß” im Netz Meercat aufgezeichnet!

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Der Kaffee-Kapsel-Krieg – Take II

Lange dachte ich, Kaffee-Handel sei langweilig. Aber der Kaffee-Kapsel-Krieg geht in eine neue Runde.

Früher gab es Filterkaffe und Espresso für Espresso-Maschinen. Dann kamen die Kapsel- und Pad-Hersteller und Ihr überwältigender Erfolg. Vor einigen Jahren began man vom Kaffee-Krieg zu sprechen. Nestle ist der Ursprung des Geschehens. Laut Eigenangaben wurde das Nespresso-System 1970 von Eric Favre in Nestlés Forschungs- und Entwicklungsabteilung erfunden und 1976 patentiert. Die Markteinführung erfolgte erst 10 Jahre später und erst ab 1991 wurde Nespresso zum Erfolg. Premium-Marketing brachte die Wende. Der Nespresso-Club-Versandhandel und die etwa 220 Nespresso-Boutiquen erzählen die Geschichte hochwertigen Kaffee-Genusses. Die Kapseln produziert man in unzähligen Geschmacksvariationen selbst und die Maschinen lässt man durch Hersteller wie DeLonghi, Miele, Siemens sowie in der Schweiz Koenig und Eugster/Frismag AG produzieren.

Kaffee-Kapsel-Krieg

Es entwickelte sich ein sehr lukrativer Markt mit jährlich mehreren Milliarden Euro Umsatz, der viele Konkurrenten mit sich brachte. Senseo ist der Markenname des ersten Kaffeepadsystems, das 2001 in einer Kooperation des Elektronikherstellers Philips mit dem niederländischen Kaffeeröster Douwe Egberts entwickelt wurde. Senseo ist weniger hochwertig positioniert und entwickelte sich rasant. Weitere nicht-kompatible Systeme von  Mondelēz International  – ehemals Kraft Foods – (Tassimo) mit dem heutigen Hersteller Bosch, Tchibo auf Basis des italienischen Caffita-Systems (Cafissimo) oder Aldi (Espressi), das technisch identisch ist mit dem Starbucks-System vom Hersteller K-Fee, reihten sich ein. Sehr überrascht war ich aber, als ich feststellte, das Nestle eine zweite Marke im Angebot hat: Dolce Gusto firmiert unter der Marke Nescafe und ist ebenfalls nicht kompatibel.

Der Krieg begann richtig, als das Nespresso-Patent 2009 auslief. Nahezu alle anderen Hersteller bieten seitem Nespresso-Kapseln an, ohne dass dies Viele wüssten. Kürzlich entschied aber das OLG Düsseldorf, dass für diese alternativen Systeme auch mit der Kompatibilität zu Nespresso-Maschinen geworben werden darf. Senseo, Jacobs Momente von Mondelez, Esprimo der Ethical Coffee Company, Caffè Vergnano der  Marke „Èspresso®1882“, oder Café Royal von Delica bieten alle auch zu Nespresso kompatible Kapseln an.

Viele denken, nun ist der Kaffee-Krieg vorbei. Ich denke, er geht erst richtig los:

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Kann Innovation delegiert werden?

Innovation? Das machen meine Leute!

Finanzen sind heute das Top-Thema der meisten deutschen Unternehmen. Studien zeigen, wie sich der Gewinn steigern oder eine bessere Marktposition erreichen lässt.

Innovation aber wird delegiert oder verordnet. Dies ist brandgefährlich, denn noch nie haben sich Marktbedingungen so schnell geändert wie heute. Das Internet, die Digitalisierung, die Energiewende, eine mündigere Bevölkerung, Neurowissenschaften – die Liste von Einflussfaktoren ist lang.

Heute geht derjenige ein hohes Risiko ein, der keine Innovationskultur hat, keiner Innovationsstrategie folgt und keine Innovationsarchitektur aufgebaut hat.

Weitere Mythen der Innovation finden Sie in unserem eBook “10 Mythen der Innovation”:

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Sind Forschung und Entwicklung ein Garant für Innovation?

Unsere Forschung & Entwicklung sowie die hohe Zahl deutscher Patente gelten als Garant für Innovation. Internationale Studien zeigen aber: es gibt keine Korrelation zwischen Innovation und dem Budget für Forschung & Entwicklung oder der Anzahl an Patenten.

Innovation kommt aus dem Lateinischen „innovare“ (erneuern) und nicht von „invenire“ (erfinden). Bei Faktoren, wie dem besonders hohen Produktnutzen für Kunden oder dem sehr guten Marktverständnis, schneiden deutsche Firmen schlecht ab. Nur Siemens gilt regelmäßig als Beispiel für einen erfolgreichen Technologiekonzern.

Wie groß ist Ihr Innovationsbudget?

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10 Tipps für effektive und erfolgreiche Innovation

Etwa sieben von 10 Start-Ups und sieben von 10 Produktideen scheitern. Wir wissen, dass der Aufwand für Forschung und Entwicklung nicht korreliert mit dem Innovationserfolg. Kann man effektiv und erfolgreich innovieren – und wenn ja, wie geht das?  Im Folgenden habe ich 10 Tipps notiert für effektivere Innovation notiert:

DRIVE

1, Das Richtige tun

Innovation ist oftmals nicht zielgerichtet. Wir arbeiten uns daran etwas ab, etwas zur Perfektion zu bringen – später stellen wir fest, dass es wenige interessiert. Setzen Sie die richtigen Prioritäten.

Man könnte argumentieren, dass Forschung und Entwicklung nicht zielgerichtet sein können da man das Ergebnis vorab nicht kennt. Aber es wird auch von Forschern gefordert, dass der Praxisbezug vor Beginn eines Projekts geprüft wird Projekte nicht durchgeführt werden wenn  sie bereits durchgeführt und bestätigt wurden, vor allem auf die Publikation in großen Magazinen ausgerichtet ist oder sich keinerlei Anwendung finden lässt. Auch Geldgeber sollen eine stärkere Rolle spielen. Sie sollen fordern, dass ein Projekt durch Übersichtsarbeiten bestehender Forschung begründet wird, und sie sollen die Zusammenfassung ähnlicher Forschungs- und Entwicklungsvorhaben fordern.

2, Wissen, was es schon gibt

Wenn man Neues schaffen will, dann muss man vor allem wissen, was es schon gibt. Dies ist ein kaum zu verhandelnder Grundsatz in allen kreativen Bereichen. Dort gibt es immer einen Richter, der auf andere Künstler verweist, wenn man sich nicht genügend differenziert.

In Unternehmen ist dies oft wichtiger als die neuesten Trends, gerade auf technischem Gebiet, zu kennen, denn diese müssen sich erst noch beweisen. Fragen Sie sich, was Ihren Kunden wirklich weiterhilft und was zu Ihrer Innovationsstrategie passt.

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Top-Thema Innovation: Innovationsprozess, Kundenorientierung und F&E Ausgaben

Herbst ist Studien-Saison möchte man meinen. Fünf Artikel aus der Vielzahl der in diesem Herbst 2013 erschienen Artikel über Innovation habe ich mir vorgenommen.

Meine “Lessons Learned” fallen anders aus als die meiner ehemaligen Kollegen. Während diese vor allem darauf hinweisen, dass Deutschland den Innovations-Europameistertitel verteidigt hat, sehe ich die Sache differenzierter – es hängt davon ab, welche Studie man liest. Alle Indikatoren, die ich in den letzten Jahren sah, zeigen, dass wir weit davon entfernt sind, Innovationsmeister zu sein. Gerade in Europa nicht, denn mit der Schweiz ist das gegenwärtig innovativste Land der Welt unser direkter Nachbar.

Europameister-Innovation

Für mich sind drei Aussagen wesentlich: die Digitalisierung hat immer mehr Einfluss auf den Innovationsprozess, erfolgreiche Unternehmen sind innovativ und sie fokussieren sich auf Ihre Kunden, und jawohl, Innovation ist Top-Management Thema:

Software verbessert den Innovationsprozess

Innovative Unternehmen legen Wert auf einen starken, gut funktionierenden Innovationsprozess. Zunehmend setzten Sie dazu Software ein. Eine Vielzahl unterschiedlichster Anwendungen hilft, Eindrücke, Ideen und Marktgegebenheiten zu sammeln (Customer and Market Insight). Weitere Tools helfen, Ideen zu Projekten und schließlich zu Produkten oder Services zu transformieren.

Schön, dass es auch jemand anderes sagt, als nur wir. Unsere Initiative in Punkto Innovations- und Ideenmanagement Software liegt also im Trend. Genauso wie eine Vielzahl anderer Software-Tools. Mit den sinnvollsten dieser werden wir uns noch beschäftigen.

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