Der folgende Text ist eine verkürzte Übersetzung des Textes “The Change Challenge for Innovation Consultants” von Paul Hobcraft. Der Link dazu siehe unten.
Der Wandel als Herausforderung für Innovationsberater
Über die letzten Jahre hat sich die Innovationsberatung vor allem selber im Weg gestanden – ihre Arbeit war nicht auf die Beratung der Kunden fokussiert, sondern auf interne Prozesse und das Verbessern der eigenen Außendarstellung. Während viele Kunden bereits von sich aus begonnen haben, sich für Kooperationspartner zu öffnen, externen Input zu integrieren und sich mehr in Richtung ihrer Kunden zu begeben, wehren sich ausgerechnet Innovationsberater gegen vielfältigeres, neues Denken.
Berater sind zu vorsichtig für ihr eigenes Wohlergehen
Innovationsberatungen zeigen eine Tendenz, ihre Beratungsprozesse intern zu halten und alles nötige Wissen aus dem eigenen Unternehmen zu beziehen. Wenn sie Expertenwissen brauchen, wird jemand von außen geholt – so können sich keine gegenseitigen Vertrauensbeziehungen entwickeln. Dadurch, dass viele Firmen nur intern experimentieren und versuchen, sich hier weiter zu entwickeln, fehlen ihnen die Freiheit und Unabhängigkeit, um Informationen aus verschiedenen Ecken miteinander zu verbinden und tatsächlich voranzukommen. Innere Spezialisierung ist jedoch der falsche Weg, Innovationen können nur durch ein Verständnis des Gesamtbildes entstehen.
Quelle: ThereIFixedIt.com
Ausnahmen und Bedürfnisse der Kunden
Natürlich gibt es positive Ausnahmen, der Wert der Arbeit von Beratungen wie McKinsey, Bain, Booz oder PWC liegt darin, dass sie in der Lage sind, Spezialisten zu mobilisieren und Berichte exzellenter Qualität vorzulegen. Allerdings werden auch die Ergebnisse dieser Studien oft nicht in reale Lösungen umgesetzt und hier liegt das Problem: Kunden suchen nach dem tieferen Verständnis, einer Synthese der Ergebnisse all dieser Studien. Es fehlt der vertrauenswürdige Innovationsberater, der ihnen bei der Übersetzung der vielen einzelnen Studien in eine stringente Unternehmensstrategie hilft.
Stattdessen sind die Kunden gezwungen, dies selber zu tun und aus den Berichten ihre eigenen Schlüsse zu ziehen. Diese Situation kann der Berater-Kunden-Beziehung aber nicht guttun, es ist vielmehr der Moment, wo externes Wissen hilfreich sein kann, um aus den verschiedenen Ergebnissen die Kernaussage zu destillieren und eine kundenspezifische Lösung zu erarbeiten.




