Schlagwort-Archiv: Messung von Innovationen

Geschäftliche Innovationen müssen wirtschaftlich erfolgreich sein. Durch falsches Messen vergibt man viele Chancen.

Innovation wagen und Erfolgsfaktoren für Innovation messen

Unternehmen messen gerne. Sie messen auch gerne den Erfolg von Innovation. Misst man Innovation nach den gleichen Kriterien wie ausgereifte Produkte oder Services wird man scheitern.

Es gibt keine Innovation mit Freifahrtschein – ohne Risiko. Dies spricht aus Sicht vieler finanzorientierter Manager gegen Innovation. Aber Unternehmen müssen innovativ sein, um zu überleben.

Dieser Zielkonflikt ist nicht einfach zu lösen. Im ersten Schritt sollte man wesentliche Erfolgsfaktoren der Innovation messen und in das ständige Management-Reporting von KPIs (Key Performance Indikator) aufnehmen. Im Folgenden finden Sie drei Beispiele – für die drei finanziell erfolgreichsten Innovationsstrategien:

Umsatzanteil neuer Produkte

Genauer: der Umsatzanteil mit Produkten, die jünger als x Jahre sind (z.B. 30% Umsatz mit Produkten jünger als 5 Jahre). Diese Kenngröße ist gut geeignet für technisch getriebene Unternehmen (Technology Driver). Diese bauen vor allem darauf, dass eine technische Neuerung auch Käufer findet. Neuerungen scheitern, wenn Kunden keinen ausreichenden Mehrwert sehen. Diese Firmen müssen ständig technische Neuerungen hervorbringen, um kontinuierlich innovativ zu sein.

Konversionsrate von Ideen zu fertigen Produkten

Dies ist ein Erfolgsfaktor für Firmen, die den Markt beobachten und schnell auf Trends reagieren. Es muss nicht jedes Produkt / Service ein Erfolg sein, aber man sollte den Aufwand zur Recherche nicht ins Unermessliche wachsen lassen. Eine hohe Konversionsrate ist ein Zeichen von zu wenig Ideenfindung.

Weil man hauptsächlich kleine Verbesserungen für bestehende Kunden einführt, darf man Kunden nicht verprellen.

Faktoren der Einführung

Firmen, die wenige Neuerungen am Markt platzieren, aber ein hohes Qualitätsbewusstsein haben müssen vor allem die Qualität der Neuerung messen (z.B. neben obigen Kriterien). Kunden sollen unter keinen Umständen verärgert werden. Hier bietet sich nach wie vor die Indikatoren nach Everett M. Rogers (aus seinem Buch „Diffusion of Innovation”) an:

  • Wie groß ist der relative Vorteil für Kunden?
  • Wie leicht kann man auf das neue Produkt umstellen?
  • Wie komplex ist das Produkt?
  • Kann man als Kunde das Produkt testen?
  • Wie sichtbarer sind die Vorteile des Produkts?

Innovationsberatung

Das Richtige tun, statt Dinge richtig tun!

Gerade in Deutschland müssen wir lernen, die richtigen Dinge zu tun. Wir versuchen zu oft, etwas richtig zu tun, obwohl wir gar nicht wissen, ob wir auf der richtigen Fährte sind.

Das-Richtige-tun

In diesen Tagen wurde mir von einem Mitarbeiter zugetragen, das er in einer Vorlesung gehört hätte, das man “Die richtigen Dinge richtig machen” solle. Dies ist eine deutsche Einstellung, die mit modernem Management und modernem Zeitmanagement nichts zu tun hat. Um weitere Studenten vor diesem Missverständnis zu bewahren folgt ein kleiner Ausflug zum Ursprung dieses Zitats, das auch viele Hörern meiner Vorträge nicht kennen.

Eines von Peter Druckers bekanntesten Zitaten aus dem Jahr 1963 ist die Wurzel des Gedankens:

“It is fundamentally the confusion between effectiveness and efficiency that stands between doing the right things and doing things right. There is surely nothing quite so useless as doing with great efficiency what should not be done at all.”

Später wurde dies von ihm abgewandelt zu “Do the right things, not things right“, frei übersetzt: “Das Richtige tun, statt die Dinge richtig tun“. Dies ist nicht nur ein Plädoyer für Effektivität, sondern berührt eines der wichtigsten Themen unserer Zeit: wie können wir mit wenig Zeit (Aufwand) möglichst viel erreichen? In der Innovation und vielen anderen Bereichen des Lebens ist es wichtig, einen Startpunkt zu erhalten. Eine gute Idee, ein erstes Produkt, das sich verkauft, ein Buchentwurf der gefällt, … . Von diesem Startpunkt kann man sich weiter vorarbeiten und Optimierungen durchführen, falls diese erforderlich sind.

Weiterlesen

“Steve it” statt Innovationsmanagement mit Stage Gates

Apple ist so erfolgreich wie nie – am 26. Mai wurde Apple zum wertvollsten Technologiekonzern Amerikas vor Microsoft. Natürlich spielt Steve Jobs in allen Erklärungsmodellen für diesen Erfolg eine wichtige Rolle. Sein Mut zur Priorisierung wird dabei oft unterschätzt – er könnte das klassische Portfoliomanagement nach Cooper jedoch revolutionieren.

Apple ist seit gestern der zweitwertvollste Konzern Amerikas und nur übertroffen von Exxon Mobile. Vor Microsoft und mit weitem Abstand vor Google (siehe BNet). Apple ist auch weitaus profitabler als Google, wie digital trends zeigt. Für mich ist diese Meldung durchaus überraschend, da sie die Bedeutung der technischen Diskussion in den letzten Monaten relativiert.

Weiterlesen

Das richtige Messen von Innovationen

Unklarheit herrscht darüber, wie man den Erfolg von Innovationen am besten messen sollte. Ein allgemeines Rezept gibt es nicht, sondern das richtige Messen ist eng verzahnt mit der gewählten Innovationsstrategie. Der klassische Ansatz zu prüfen, welcher Ertrag ein Produkt in welcher Zeit mit sich bringt, greift deshalb zu kurz.

Viele Firmen sind unzufrieden mit dem wirtschaftlichen Erfolg Ihrer Innovationsbemühungen. Der Umsatz der betrachteten Firmen mit neuen Produkten oder Services ist in den letzten Jahren gesunken.innovation-score-card

Der Erfolg von Innovationen muss gemessen werden. Kritisch ist jedoch die Auswahl der Messgrößen.

Weiterlesen

Innovation und Kundenorientierung

Booz Allen Hamilton analysierte 2007 in der Studie „Global Innovation 1000″ zum wiederholten Mal den Zusammenhang zwischen Ausgaben für Forschung und Entwicklung und dem finanziellen Erfolg der größten Unternehmen.

Drei Erfolg versprechende Strategien wurden identifiziert: Need Seekers, Market Readers und Technology Drivers sind als Ausrichtung sinnvoll. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung korrelieren hingegen nicht direkt mit der Anzahl oder der Qualität von Innovationen.
Weiterlesen