Archiv für das Tag 'Telekom'

Die Anforderungen für die vierte Generation des Mobilfunks wurden definiert – 4G steckt sich hohe Ziele

Jürgen Stäudtner 23. März 2009

WiFi und UMTS sind in unseren Breiten erfolgreich und die am meisten verwendeten Protokolle für “Wireless Mobile Broadband”. Während WiFi sich eher in Gebäuden durchgesetzt hat, und vor allem in Privathaushalten als Abschluss von DSL reüssiert, so wird UMTS mehr und mehr als Internet-Anschluss unterwegs genutzt.

UMTS steht in unseren Breiten auch für die dritte Generation des Mobilfunks (3G). Nun ist die vierte Generation des Mobilfunks greifbar (4G), die möglicherweise bereit 2015 verfügbar ist. IMT-Advanced und deren Ziele wurden von der ITU (International Telecommunications Union) definiert .

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“Wireless Mobile Broadband” wird noch leichter anwendbar, kompatibler und schneller.

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Das Dilemma der Innovation am Beispiel der Telekommunikation

Jürgen Stäudtner 10. Juni 2006

Jürgen H. Stäudtner und Andreas Petz

Wie kein anderer Markt galt der Telekommunikationsmarkt jahrelang als Synonym für verbrauchernahe Innovationen. Seit einiger Zeit kommt diese Innovationsmaschine jedoch ins Stocken: neue Produkte werden entwickelt und vom Kunden nicht angenommen, Wachstumsszenarien werden zurückgeschraubt und die Preispolitik tritt immer stärker in den Vordergrund.

Um mit einer geeigneten Innovationsstrategie diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, muss eine Prognose für den Telekommunikationsmarkt der Zukunft aufgestellt werden. Dieser Markt wird vornehmlich dadurch geprägt, dass Telekommunikationsleistungen ein Gewohnheitsgut ohne konkretisierbare Kundenanforderungen für die Zukunft werden. Dieses Dokument stellt Bausteine vor, die das Innovationsdilemma aufbrechen können und im Unternehmen prozesstechnisch abgebildet werden müssen.

1. Marktsituation Telekommunikation

Die Telekommunikationsmärkte befinden sich in der Sättigungsphase. So sieht T-Mobile Chef Phillip Humm, dass der Markt Überkapazitäten und viel Spielraum auf der Preisseite hat. Diese Aussage ist umso kritischer zu bewerten, da die Preise im Mobilfunkbereich im Mai dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahresmonat schon um 12,8% gefallen sind . Vodafone, die Nummer 2 im Mobilfunksegment, verzeichnet im ersten Quartal 2006 einen Kundenzuwachs von rund einem Prozent. Gleichzeitig nahm der ARPU pro Kunde um 9% ab .

Noch kritischer sieht der Markt für Festnetzprodukte aus. Die Anzahl der Festnetzanschlüsse nahm in den letzten sechs Jahren gerade einmal um 14% zu, wobei der erzielte Minutenpreis im gleichen Zeitraum um 90% gesunken ist . Zusätzlich treten immer neue Substitutionsprodukte auf: Zum einen drängen Mobilfunkanbieter mit speziellen Tarifen für Heimanwender in den Markt, zum anderen können bestehende Internetleitungen immer komfortabler für Telefonie genutzt werden.

Der momentan einzige Wachstumsmarkt ist der DSL-Markt. Von 2001 bis 2006 hat sich die Anzahl der Anschlüsse fast versechsfacht. Positiv zu bewerten ist außerdem das Innovationspotential: Bis hin zu V-DSL kommen immer höhere Bandbreiten auf den Markt, die vom Kunden auch akzeptiert und gekauft werden. Das Marktpotential ist relativ hoch, da erst 20% der Telefonleitungen mit DSL-Technik beschaltet sind. Im internationalen Vergleich nimmt Deutschland somit nur einen Platz im Mittelfeld ein . Beschränkend wirkt sich jedoch aus, dass die Netzinfrastruktur sehr konzentriert in der Hand der Deutsche Telekom AG liegt. Die Mehrzahl der Anbieter muss sich daher auf ein margenschwaches Resellergeschäft einlassen. Ein erstes prominentes Opfer hat diese Entwicklung mit dem Ausstieg von AOL aus dem Internetzugangsgeschäft bereits gefunden.

2. Reaktion der Anbieter

Die Anbieter reagieren auf diese Marktsituation, indem sie einerseits in benachbarte Marktsegmente eindringen (Festnetz-Mobile Substitution, Voice over IP, etc.). Dies wird jedoch nur zu einer neuen Verteilung der Marktanteile bei gleichzeitig sinkenden Margen führen und ist daher langfristig nicht Erfolg versprechend.

Andererseits werden Produkte eingeführt, die neue Nutzungsmöglichkeiten erschließen (z. B. Mobile TV, Push to Talk oder Datenübertragung über HSDPA). Diese neuen Produkte werden nicht oder nur zaghaft vom Markt angenommen werden. Push to Talk ist ein erfolgloses Nischenprodukt geworden; Datendienste weisen bei weitem nicht die Nutzungszahlen ehemaliger UMTS-Business-Cases auf und auch der Mehrwert von TV-Empfang via Handy ist mehr als fraglich. Die Kernfrage lautet also, wie erfolgreiche Produkte in solchen innovativen Märkten zu entwickeln sind. Um dies beantworten zu können, betrachten wir den Telekommunikationsmarkt der Zukunft. Dieser zeichnet sich unserer Meinung nach durch vier Kernthesen aus:

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Integration von Medien und Telekommunikation 1995 – 2010

Jürgen Stäudtner 8. Januar 2006

Die Bereitstellung von Medienangeboten und die Möglichkeiten der Telekommunikation und des Internets sind eng verwoben. Die verschiedenen Strömungen, Konvergenz aus Benutzersicht oder aus technischer Sicht herzustellen werden für neue Medienformate, Kommunikationsmöglichkeiten und Nutzungsgewohnheiten sorgen.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit den technischen Grundlagen der Konvergenz aus betriebswirtschaftlicher Sicht und führt in wesentliche Themen in Form einer Schulungsunterlage ein. Den ganzen Beitrag lesen »

Outsourcing in der Telekommunikation

Jürgen Stäudtner 5. August 2004

Veröffentlicht in Teletalk

In der Telekommunikationsindustrie ist das Outsourcing administrativer Funktionen gang und gäbe – operative Themen folgen heute.

Auch im Bereich Telekommunikation waren Unternehmen in den vergangenen Jahren gezwungen, Kosten zu sparen. Dies wurde und wird auch über das Outsourcing von Unternehmensaufgaben erreicht. Ein Blick über den Ozean zeigt: In den USA ist die Verlagerung von Arbeitsplätzen und Auslagerung von Unternehmensbereichen in der High-Tech Dienstleistungsindustrie gang und gäbe- und deswegen bereits zum Wahlkampfthema geworden. Denn während Unternehmen reihenweise qualifizierte Arbeitsplätze ins Ausland verlagern und durch Kurssprünge an der Börse belohnt werden, wird diese Praxis durch amerikanische Politiker mittlerweile verurteilt. So fordern sie beispielsweise, dass sich ausländische Call Center im Gespräch auch als solche zu erkennen geben. Dennoch ist der Trend ungebrochen, Gewinner dieser Taktik sind Länder wie Indien, Kanada und Irland, die in den Faktoren Ausbildung der Mitarbeiter oder Attraktivität der Standorte andere Länder klar schlagen. Analysten wie Gartner oder Forrester sagen deshalb für die nächsten Jahre weiter sehr hohe Wachstumsraten für Offshore Outsourcing voraus.

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Trends in der Abrechnung von Telekommunikationsdiensten

Jürgen Stäudtner 28. Juni 2004

Die Konferenzsaison zu Customer Care & Billing in der Telekommunikation ist eröffnet. Wie in jedem Frühjahr treffen sich Manager vieler Nationalitäten und Telekommunikationsunternehmen in Cannes, London und Nizza auf den Konferenzen 3GSM World Congress 2004, Billing Systems 2004 und der Telemanagement World und diskutieren neue Entwicklungen. Auf den ersten Blick ist das meiste bekannt, aber viele Themen erweisen sich als neue Entwicklungen.

Neu scheinen die Themen Multi-Industry Convergence und Partnership Management zu sein. Diese Begriffe sind bisher in Deutschland noch nicht verbreitet. Rating, Revenue Assurance, Customer Relationship Management und System Integration hingegen sind neu und vertraut zugleich. Die nähere Betrachtung zeigt: die hinter diesen Begriffen verborgenen Lösungen werden immer weiter entwickelt – ein Indiz dafür, dass die dynamische Entwicklung auf dem Gebiet der Abrechnung von Telekommunikationsdiensten noch längst nicht abgeschlossen ist. Customer Care und Billing tragen entscheidend dazu bei, neue Produkte und Dienste in der Telekommunikation zu erschließen. In diesem Jahr geht die Tendenz dahin, den Endkunden mehr in den Mittelpunkt zu rücken und die Nutzung der Produkte zu vereinfachen.

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Die Entwicklung von Wireless LAN zum Massenmarkt

Jürgen Stäudtner 15. Februar 2004

Wireless LAN ist in aller Munde und wird oft als die Technologie des „drahtlosen“ Internetzuganges der Zukunft gepriesen. Die Überlegungen sowohl der meisten Publikationen über dieses Thema als auch der heutigen Anbieter von öffentlich zugänglichen Wireless- LAN- Angeboten (Public WLAN Hotspots – PWLAN) konzentrieren sich auf lukrative Standorte mit hohem Aufkommen an Geschäftskunden.

Meist wird relativ technisch argumentiert, da detaillierte Befragungen von Wireless- LAN- Kunden an öffentlichen Hotspots noch nicht vorliegen. Grund genug also, die Argumente für und wider einer solchen Entwicklung näher zu betrachten. Dadurch wird auch einen Eindruck über die Zukunft von UMTS und Wireless LAN ermöglicht.
Wireless LAN erlangte erst kürzlich Aufmerksamkeit in Europa.

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