Jürgen Stäudtner 19. September 2008
Am 17. und 18. September 2008 fand die OMD (Online Marketing Düsseldorf) zum wiederholten Male statt. Man feiert sich als Leitmesse für digitales Marketing – einige Trends wurden deutlich, die grundsätzlichen Charakter haben und nicht nur die Vermarktung von Werbung im Internet betreffen.Die Dynamik im Internet ist ungebrochen und bringt neue Seiten mit hohem Traffic hervor. Kommerzielle Seiten können durch Performance Marketing Kunden heute sehr gezielt und effizient ansprechen und so Verkäufe maximieren. Das Wissen über Kunden durch Internetangebote nimmt stark zu, nicht zuletzt dank vernetzter bzw. verlängerter Werbeformen. Nutzer sind immer besser informiert und dennoch oder gerade deshalb wird gut platzierte Werbung häufig geöffnet.
Diese Entwickelungen müssen bereits bei der Konzeption eines Produkts oder einer Dienstleistung und des zugrunde liegenden Business Modells berücksichtig werden, wenn über Werbung Geld verdient werden soll oder große Nutzerzahlen erforderlich sind. Nachträgliche Optimierung wird aufwendiger werden und teurer sein als Angebote von Beginn an zukunftsweisend aufzubauen. Den ganzen Beitrag lesen »
Jürgen Stäudtner 5. Juli 2008
Die Welt ist durcheinander und sämtliche Versuche diese zu katalogisieren sind gescheitert. David Weinberger zeigt in seinem Buch „Everything is Miscellaneous” warum dies so ist. Er erläutert unzählige Sortierungen und Klassifikationen und zeigt deren Limitationen auf. Weder Bücher, Indizes, Einteilungen des Warensegments von Supermärkten noch alphabetische Sortierungen sind perfekt, denn immer gibt es Dinge, die sich nicht einsortieren lassen, oder die zu mehreren Kategorien passen. Im Wesentlichen führt er als Erläuterung an, dass wir bislang in zwei Ordnungen sortieren. In der ersten Ordnung richten wir Dinge aneinander aus. Wir legen zum Beispiel silberne Gabeln zu silbernen Löffeln. In der zweiten Ordnung erstellen wir dazu einen Katalog. In diesem lässt sich nachlesen, wo etwas zu finden ist. Und meistens muss man sich entscheiden – sind silberne Löffel unter „Löffel” zu finden, oder unter „Silberbesteck”? Dies wird dem Charakter der Welt nicht gerecht, denn annähernd alle Informationen kann man auf verschiedene Weise einordern.
Die Lösung liegt in der dritten Ordnung: mit der Hilfe von Computern können wir alle sinnvollen Zuordnungen von Löffeln auswerten und mit mehreren Attributen arbeiten: den Tags.

Allen Dingen werden Informationen an die Hand gegeben, die beschreiben, was sie sind oder darstellen. Weinberger beschreibt sehr langatmig, dass dies eine enorme Komplexität mit sich bringt. Nicht nur die Fülle möglicher Tags (erläutert am Beispiel Capri: italienische Insel oder Ford Sportwagen – gibt es nicht auch ein Getränk diesen Namens?) sondern auch die Auswertung derselben stellen Probleme dar. Die Lösung scheint bis heute darin zu liegen, menschliche Intelligenz zur Sortierung zu nutzen, und bei der Auswertung zu berücksichtigen.
Bis zu 72% aller Tags für eine Information sind gleich, erwähnt Joshua Schlachter, der Gründer der Lesezeichen-Plattform „Delicious”, die auf Tags aufbaut. Der Rest ist durcheinander. Also wählt man die Insel, wenn von Sonne, Meer und Italien die Rede ist, bei Autos denkt man an den Sportwagen. Tags sind komplex und bis dato gibt es keinen Automatismus, diese zu verwalten und auszuwerten. Nur soziale Netzwerke können dies heute nach Weinberger. Den ganzen Beitrag lesen »
Jürgen Stäudtner 8. Januar 2006
Die Bereitstellung von Medienangeboten und die Möglichkeiten der Telekommunikation und des Internets sind eng verwoben. Die verschiedenen Strömungen, Konvergenz aus Benutzersicht oder aus technischer Sicht herzustellen werden für neue Medienformate, Kommunikationsmöglichkeiten und Nutzungsgewohnheiten sorgen.
Dieser Artikel beschäftigt sich mit den technischen Grundlagen der Konvergenz aus betriebswirtschaftlicher Sicht und führt in wesentliche Themen in Form einer Schulungsunterlage ein. Den ganzen Beitrag lesen »
Jürgen Stäudtner 5. August 2004
Veröffentlicht in Teletalk
In der Telekommunikationsindustrie ist das Outsourcing administrativer Funktionen gang und gäbe – operative Themen folgen heute.
Auch im Bereich Telekommunikation waren Unternehmen in den vergangenen Jahren gezwungen, Kosten zu sparen. Dies wurde und wird auch über das Outsourcing von Unternehmensaufgaben erreicht. Ein Blick über den Ozean zeigt: In den USA ist die Verlagerung von Arbeitsplätzen und Auslagerung von Unternehmensbereichen in der High-Tech Dienstleistungsindustrie gang und gäbe- und deswegen bereits zum Wahlkampfthema geworden. Denn während Unternehmen reihenweise qualifizierte Arbeitsplätze ins Ausland verlagern und durch Kurssprünge an der Börse belohnt werden, wird diese Praxis durch amerikanische Politiker mittlerweile verurteilt. So fordern sie beispielsweise, dass sich ausländische Call Center im Gespräch auch als solche zu erkennen geben. Dennoch ist der Trend ungebrochen, Gewinner dieser Taktik sind Länder wie Indien, Kanada und Irland, die in den Faktoren Ausbildung der Mitarbeiter oder Attraktivität der Standorte andere Länder klar schlagen. Analysten wie Gartner oder Forrester sagen deshalb für die nächsten Jahre weiter sehr hohe Wachstumsraten für Offshore Outsourcing voraus.
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Jürgen Stäudtner 28. Juni 2004
Die Konferenzsaison zu Customer Care & Billing in der Telekommunikation ist eröffnet. Wie in jedem Frühjahr treffen sich Manager vieler Nationalitäten und Telekommunikationsunternehmen in Cannes, London und Nizza auf den Konferenzen 3GSM World Congress 2004, Billing Systems 2004 und der Telemanagement World und diskutieren neue Entwicklungen. Auf den ersten Blick ist das meiste bekannt, aber viele Themen erweisen sich als neue Entwicklungen.
Neu scheinen die Themen Multi-Industry Convergence und Partnership Management zu sein. Diese Begriffe sind bisher in Deutschland noch nicht verbreitet. Rating, Revenue Assurance, Customer Relationship Management und System Integration hingegen sind neu und vertraut zugleich. Die nähere Betrachtung zeigt: die hinter diesen Begriffen verborgenen Lösungen werden immer weiter entwickelt – ein Indiz dafür, dass die dynamische Entwicklung auf dem Gebiet der Abrechnung von Telekommunikationsdiensten noch längst nicht abgeschlossen ist. Customer Care und Billing tragen entscheidend dazu bei, neue Produkte und Dienste in der Telekommunikation zu erschließen. In diesem Jahr geht die Tendenz dahin, den Endkunden mehr in den Mittelpunkt zu rücken und die Nutzung der Produkte zu vereinfachen.
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