Über niedrige Zinsen und Kaufkraft

Erschienen in der Rheinischen Post vom 7.2.2011.

Manche Gemeindeverwaltung lässt sich von Experten beraten, andere Verwaltungen von Investoren. Die Ergebnisse fallen höchst unterschiedlich aus, und man könnte meinen, dass Investoren nicht unbedingt an die Bürger denken.

Hilden beauftragte Prof. Dr. Langner mit der Durchsicht des Stadtmarketings, wie vor nicht allzu langer Zeit war in der Lokalbeilage der Rheinischen Post zu lesen war. Handfeste Empfehlungen wurden gegeben, die Hilden durchaus bekannter machen können. Kernkompetenzen sollen verstärkt kommuniziert werden und für einen klaren Auftritt der Stadt sorgen. Zum Beispiel sollen alle städtischen Einrichtungen als solche zu erkennen sein und mit gleichem Logo auftreten.

Anders in Haan. Der Bürgermeister vom Bovert berichtete in der gleichen Ausgabe der Rheinischen Post über den neuesten Stand des Haaner Großprojekts: des Einkaufszentrums. Am 2. Februar hat er seine Meinung an gleicher Stelle bekräftigt und sich mit dem Investor verbündet. Der Investor will bauen, weil Zinsen niedrig sind, der Bürgermeister, weil er von der hohe Kaufkraft Haaner Bürger profitieren will.

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Das Ende der Stage-Gates?

Gary Cooper hat um die Jahrtausendwende mit seinen Büchern (u.a. Winning at New Products) den Gedanken von “Stage-Gates” die Innovationen auf dem Weg zur Marktreife passieren müssen, durchgesetzt. Nur Erfolg versprechende Projekte werden weiter bearbeitet und erhalten durch regelmäßig stattfindende Gremien die notwendige Legitimation.

Mangelnde Kundenorientierung ist seit Jahren ein Thema. Kohorten von Beratern, inklusive von mir, eine Vielzahl von Unternehmen und Marktforschern verdeutlicht, wie sehr Umsatz und Profit im Mittelpunkt stehen, und wie wenig gute Produkte und Services manchmal zählen. Dies liegt sicherlich nicht an mangelnden Ratschlägen. Nicht zuletzt Publikationen wie Manage Customer-Centric Innovation Systematically von Larry Selden and Ian C. MacMillan, Harvard Business Review geben Aufschluss darüber, wie man es besser machen kann.

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Das Dilema der Innovation in der Telekommunikation – 2. Teil

Fortsetzung des Artikels von Jürgen H. Stäudtner und Andreas Petz von 2006: “Das Dilemma der Innovation am Beispiel der Telekommunikation“.

Dieser Artikel unterstreicht: unsere Thesen von 2006 sind bestätigt, und Telekommunikationsunternehmen müssen noch schneller werden und den Vorteil des Kunden in den Mittelpunkt stellen. Schnelligkeit ist erforderlich, weil sich im Stammgeschäft Ansatzpunkte für weitere Innovationen ergeben. Wenn Wettbewerber diese zum Vorteil des Kunden aufgreifen können sich Marktsituationen ergeben, die schwer aufzuholen sein werden.

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Smart Purchasing Cornerstones und Early Supplier Envolvement

Viele Unternehmen der High-Tech Industrie nutzen die Potentiale eines ganzheitlich organisierten Einkaufs nicht aus. Kosten sind heute nicht mehr durch Preisfindung wesentlich beeinflussbar. Wichtiger ist es, mittel- bis langfristige Überlegungen in den Mittelpunkt einer Einkaufsstrategie zu stellen, und kurzfristig entschlossen und schnell zu handeln.

Der Einkaufsexperte Helmut Fischer ist neuer Partner von Cridon. Der Diplom-Ingenieur der Universität Erlangen-Nürnberg hat über 15 Jahre Berufserfahrung im Einkaufsmanagement von High-Tech Gütern und der Solarindustrie. Gemeinsam mit dem Team hat er die Methode „Smart Purchasing Cornerstones“ entwickelt, die geeignet ist, unerschlossene Potentiale im Einkauf zu heben.

Cridon-Smart-Purchasing-CornerstonesLesen Sie die Präsentation “Smart Purchasing Cornerstones” hier.

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Quo-vadis Informationstechnologie: Segen oder Fluch?

Zunehmend können wir interessante Artikel über den Sinn oder den Unsinn der Informationstechnologie lesen. Ein Beleg dafür, dass diese Frage intensiver als früher diskutiert wird. Informationstechnologie und das Internet stehen seit drei Jahrzehnten für Freiheit und für Fortschritt.

Man könnte allerdings meinen, dass sich die Uhren zurückdrehen. Ist es Fortschritt von IBM-Hosts über Client-Server-Systemen zu Software-as-a-service-Hosts zu gelangen? Von proprietären Microsoft Systemen über open source zu proprietären Apple Applets?

Was bringt Informationstechnologie?

Es gibt Sie – Denker, die einen unverstellteren Blick auf Segen und Fluch der Informationstechnologie haben, als wir. Erik Brynjolfsson, der Schussel Professor an der MIT Sloan School of Management ist ein solcher. Ich habe hier bereits vor einiger Zeit über seine Thesen zur Informationstechnologie geschrieben. Zwei Aspekte sind mir in letzter Zeit besonders aufgefallen.

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